Zu mir zurück finden

So ein Tag ist verdammt lehrreich.

Nachdem an diesem Wochenende mein Schatz nicht zu mir kommen konnte, war eigentlich schon alles doof. Ich wollte nicht mehr. Doch mich betrinken um die Wut und die Traurigkeit zu ersticken. So wie alle anderen Gefühle.

Warum nur sind die anderen, die die meine Gefühle in der Hand haben?

Wenn mein Schatz kommt bin ich glücklich, wenn nicht traurig und ich habe das Gefühl nichts dagegen tun zu können.

Oder doch…?

Also kurz zurück zum Anfang. Es ist Samstag und ich wollte mit beiden Kindern zum Weihnachtsmarkt. Tja, nur da hatte ich die Rechnungen ohne meine Kinder gemacht. Die eine sagte ja, der andere sagte nein. Also entschieden wir uns nicht zu gehen und ich verschwand wie ein motziges Kind in meinem Schlafzimmer. Ja genau „motziges Kind“.

Ich heulte.

Doch warum heulte ich? Warum benahm ich mich wie eine drei Jährige?

Das waren die ausschlaggebenden Fragen. Mal abgesehen von, wie oft habe ich mich schon wie ein motziges Kind gegenüber meinen Kindern verhalten. Ganz ehrlich viel zu oft.

Ich tat was ich tun musst, nachdem die Tränen weniger wurden. Ich nahm allen Mut zusammen und fragte mein inneres Kind was es wollte.

Das hört sich immer so komisch an und ganz ehrlich ist es auch immer wieder für mich, auf den ersten Impuls zu hören der da kommt. Nicht auf den zweiten oder dritten. Der stammt nämlich nicht von der Kleinen, sondern von meinem Kopf.

Was wollte sie? Ja genau, auf den Weihnachtsmarkt. Na dann. Ich entschied mich auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, ob nun mit oder ohne meine Kinder.

Und was soll ich sagen, meine Tochter kam doch mit und wir hatten eine super lustige und entspannte Zeit auf dem Weihnachtsmarkt. Wir haben das gemacht zu dem wir Lust hatten und das gelassen was wir doof fanden. Wir haben gelacht und der Tag war toll, einfach weil ich bei mir war.

Am Abend haben wir zu dritt Filme geschaut und mein Sohn hat fleißig die Carrera Bahn aufgebaut.

Das alles, weil mir das folgendes bewusst wurde:

Bei inneren Kindern ist es wie bei eigenen Kindern. Als die Babys waren oder auch später haben wir unsere Kinder anderen gegeben um sie zu bespassen. Oder sie in den Schlaf zu wiegen. Doch wir haben sie immer zurück bekommen und ganz oft dann wenn sie nicht mehr gut drauf waren. Übermüdet vom vielen Spielen. Oder traurig oder motzig, weil der andere was falsches gesagt hat. Oder wenn die Windel voll war. Wir mussten sie dann wieder „ganz“ machen. So habe ich das immer scherzhaft genannt. Wir mussten sie beschützen, die Wunden heilen, sie in den Schlaf wiegen.

Genauso ist das beim inneren Kind.

Nirgends ist es schöner als bei Mama auf dem Arm. Da ist man geborgen und sicher. Wenn die Mutter das Kleine mit Liebe und Ruhe hält.

Einfach? Oh nein….

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