Hervorgehoben

Was habe ich mir da nur eingebrockt?

Heute…. 5.12.2019

Sei du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.

— Oscar Wilde

Das finde ich mal einen absolut passenden Spruch. Sei du selbst. Ja so ähnlich ist das was ich aktuell immer gesagt bekomme von meiner Therapeutin. Sei Du, hör auf dein inneres Kind. Hast du es gefragt oder einfach nur gemacht?

Ganz ehrlich, heute ist wieder einer der verdammten Tage, die ich kaum ertrage und mcih ständig selber frage. Warum ich all diese Gefühle habe? Die ich nicht kannte, oder nur vom Hörensagen….

Na schon mitgesungen?

Doch so ist es. Heute ist der Tag an dem ich weit entfernt von meinem ineren Kind war. Wie so oft. Immer wieder vergesse ich es, es zu fragen. Und wenn ich es nur frage, wie es ihnm geht oder ob es gerade etwas braucht.

Nein, da sitze ich mit meinen Kindern beim Arzt um dann fast einen Kreislaufkoller zu bekommen, weil ich nichts getrunken habe geschweige denn etwas gegessen. Und warum? Naja ganz einfach ich habe nicht auf mein Gefühl gehört, dass mcih sicher schon Stunden liebevoll daran erinnert hat, dass ich doch bitte etwas zu mir nehmen möchte. Aber genau das scheine ich ja nicht zu kapieren. Es muss dann immer der Vorschlaghammer kommen. ISS JETZT!!!!!!!!!

Kann man machen, ist letztendlich auch keine Lösung.

Jetzt sitze ich vorm PC und habe, ja genau, noch immer nichts gegessen, weil ich noch arbeiten muss. Ich bin eigentlich hundemüde und sollte endlich mal früher ins Bett gehen. Aber nein, ich ignoriere das kleine Wesen in mir und schuffte mich irgendwann krank.

Wobei, seit ich das ganze Ding mit dem inneren Kind angefangen habe bin ich viel gesünder. Eigentlich erstaunlich. Also ist doch etwas dran….

Natürlich ist etwas dran, doch ich schreibe den Blog, weil ich mit der Welt teilen möchte wie schwierig es doch ist, sich daran „zu halten“. Wobei ja das auch schon wieder abwertend ist. Eigentlich will die kleien nur auf den Arm und ganz viel Liebe verspüren. So wir wir alle.

Also auf gehts zum nächsten Tag. Mal sehen, was der bringt.

Alleine sein!

Gestern abend hatte ich dieses Gefühl. Die Angst vor dem Alleine sein. Alleine sein mit mir. Eigentlich bin ich dann ja schon zu zweit, aber das war mir in dem Moment so garnicht klar.

Doch kurz zurück. Gestern nachmittag begann meine Zeit mit mir alleine. Ich habe dieses Wochenende, das Wochenende vor Weihnachten keine Kinder und keinen Partner um mich herrum. Meine Freunde wohnen zu weit weg, oder haben wegen Weihnachten so viel um die Ohren. Also Zeit nur für mich.

Ich hätte mich eigentlich freuen können, das erste mal seit Jahren, dass ich nix vorhabe und nur das tun kann was ich möchte. Doch seit dem ich mich mit meinem inneren Kind beschäftige, seitdem stelle ich fest das vieles was ich tu nur einem einzigen Zweck dient: Sich nicht mit mir zu beschäftigen. Nicht in mich zu hören, was mein inneres Kind will. Es wird immer klarer, wenn mein inneres Kind etwas sagt und ich einfach etwas total anderes tue oder einfach es „überrede“, dass dies jetzt nicht das Richtige ist. Oft sind es nur Kleinigkeiten, doch jede Kleinigkeit führt dazu, dass ich nicht so gut vorwärts komme, wie wenn ich sie nicht mache. Es sind die Kleinigkiten die einen noch so lange beschäftigen, weil man sie gerade nicht getan hat oder halt etwas anderes getan hat. Es sind die Dinge die wir im Gedächtnis behalten und uns immer überlegen, was wäre gewesen, wenn wir das anders gemacht hätten. Wenn wir den Mut gehabt hätten den Mann unserer Träume wenigstens anzusprechen. Zum Vortanzen zu gehen oder einfach laut loszulachen. Ich merke das mittlerweile an den vielen alltäglichen Dingen die ich tu. Zb. Wenn ich an etwas vorbeilaufe das auf dem Boden liegt, sagt mein inneres Kind: „Heb es auf!“. Ich laufe dennoch vorbei. Wenn ich dann das nächste mal vorbei komme und wieder und wieder, ignoriere ich diese Stimme immer mehr. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ich wütend werde, weil keiner den Gegenstand aufgehoben hat. Total verrückt eigentlich, denn ich war doch diejenige die ihn einfach hätte aufheben können, als ich vorbei gekommen bin.

Ich will jetzt nicht sagen, dass wir immer alle Sachen unserer Kinder aufheben sollen. Aber manchmal liegt ja einfach nur ein Stück Papier auf dem Boden von dem keiner weiß wo er herkommt.

Gestern abend auf jeden Fall wollte ich diese kleine innere Stimme meines inneren Kindes nicht hören. Doch ich wollte mich auch nicht betrinken um nichts zu spüren, ich überlegte ins Bett zu gehen, doch auch das fand ich nicht gut. Denn eigentlich war mein inneres Kind nie stumm, ich bemerkte nur nicht, dass es mich lenkte. Ich sass also vor dem Fernseher, aß etwas leckeres und ging spät ins Bett. Das war gut so, denn so hatte ich die Möglichkeit mich nochmal mit einer Freundin auszutauschen die mir etwas ganz wundervolles gesagt hat und das war folgendes:

„Ich kann vollkommen verstehen das du Angst davor hast mit so einer wundervollen und großartigen Person alleine zu sein. Eine Person die soviel schafft, die immer großartige Ideen hat und jedem Menschen dem sie begegnet etwas gutes tut. Doch ich sage dir was, wenn du es versuchst wird sie dir nicht böse sein. Sie wird verstehen, dass du einfach normal bist und dadurch auch mal Fehler machst. Sie wird dennoch gerne mit dir Zeit verbringen, so wie sie es immer tut.“

Als ich das gehört hatte, kamen mir die Tränen in die Augen. Tränen des Glücks. Denn ja sie hatte recht. Mein inneres Kind ist wundervoll und einzigartige und egal wie dumm ich mich manchmal anstelle es ist doch immer da und verzeiht mir. Es gibt mir immer wieder eine neue Chance. Es ist wie alle inneren Kinder einzigartig und grandios.

Deswegen, auch wenn ich Angst davor habe Zeit mit ihm zu verbringen so ganz alleine. So kann ich nur von ihm lernen und das beste aus meinem Leben machen und wenn ich auch hinfalle, weil ich nicht zugehört habe, wird es mir dennoch beim nächsten mal wieder helfen.

Zu mir zurück finden

So ein Tag ist verdammt lehrreich.

Nachdem an diesem Wochenende mein Schatz nicht zu mir kommen konnte, war eigentlich schon alles doof. Ich wollte nicht mehr. Doch mich betrinken um die Wut und die Traurigkeit zu ersticken. So wie alle anderen Gefühle.

Warum nur sind die anderen, die die meine Gefühle in der Hand haben?

Wenn mein Schatz kommt bin ich glücklich, wenn nicht traurig und ich habe das Gefühl nichts dagegen tun zu können.

Oder doch…?

Also kurz zurück zum Anfang. Es ist Samstag und ich wollte mit beiden Kindern zum Weihnachtsmarkt. Tja, nur da hatte ich die Rechnungen ohne meine Kinder gemacht. Die eine sagte ja, der andere sagte nein. Also entschieden wir uns nicht zu gehen und ich verschwand wie ein motziges Kind in meinem Schlafzimmer. Ja genau „motziges Kind“.

Ich heulte.

Doch warum heulte ich? Warum benahm ich mich wie eine drei Jährige?

Das waren die ausschlaggebenden Fragen. Mal abgesehen von, wie oft habe ich mich schon wie ein motziges Kind gegenüber meinen Kindern verhalten. Ganz ehrlich viel zu oft.

Ich tat was ich tun musst, nachdem die Tränen weniger wurden. Ich nahm allen Mut zusammen und fragte mein inneres Kind was es wollte.

Das hört sich immer so komisch an und ganz ehrlich ist es auch immer wieder für mich, auf den ersten Impuls zu hören der da kommt. Nicht auf den zweiten oder dritten. Der stammt nämlich nicht von der Kleinen, sondern von meinem Kopf.

Was wollte sie? Ja genau, auf den Weihnachtsmarkt. Na dann. Ich entschied mich auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, ob nun mit oder ohne meine Kinder.

Und was soll ich sagen, meine Tochter kam doch mit und wir hatten eine super lustige und entspannte Zeit auf dem Weihnachtsmarkt. Wir haben das gemacht zu dem wir Lust hatten und das gelassen was wir doof fanden. Wir haben gelacht und der Tag war toll, einfach weil ich bei mir war.

Am Abend haben wir zu dritt Filme geschaut und mein Sohn hat fleißig die Carrera Bahn aufgebaut.

Das alles, weil mir das folgendes bewusst wurde:

Bei inneren Kindern ist es wie bei eigenen Kindern. Als die Babys waren oder auch später haben wir unsere Kinder anderen gegeben um sie zu bespassen. Oder sie in den Schlaf zu wiegen. Doch wir haben sie immer zurück bekommen und ganz oft dann wenn sie nicht mehr gut drauf waren. Übermüdet vom vielen Spielen. Oder traurig oder motzig, weil der andere was falsches gesagt hat. Oder wenn die Windel voll war. Wir mussten sie dann wieder „ganz“ machen. So habe ich das immer scherzhaft genannt. Wir mussten sie beschützen, die Wunden heilen, sie in den Schlaf wiegen.

Genauso ist das beim inneren Kind.

Nirgends ist es schöner als bei Mama auf dem Arm. Da ist man geborgen und sicher. Wenn die Mutter das Kleine mit Liebe und Ruhe hält.

Einfach? Oh nein….

Wer bin ich?

Das ist eine wirklich gute Frage, denn die stelle ich mir seit ich das „Ding“ mit dem inneren Kind zu leben angefangen habe….

Also wo fange ich an?

Ich habe anfang des Jahres 2019 (oder war es doch schon in 2018?) entschieden, das sich endlich hilfe brauche. Mir ist doch wirklich alles über den Kopf gestiegen. Die Arbeit, meine Familie, das alleine sein und noch so vieles mehr.

Ist ja nicht so, das ich diesen Gedanken nicht schon immer hatte, aber …

Genau das ist es, das „ABER“. Hier war etwas udn da war etwas udn nix war wirklich wie es sein sollte. Also habe ich mich durchgerungen und nach Hilfe gefragt.

Übrigens eines der wichtigesten Ersten Schritte die man machen kann. Auch das habe ich erst später rausgefunden.

Also ich fraget um Hilfe und suchte mir eine Psychologen. Auch hier kann man sagen: „Echt jetzt, muss das wirklich sein?“. Für mich mußte es das sein. Denn für mich war das der erste Schritt in Richtung meines inneren Kindes. Was ich allerdings zu dem Zeitpunkt nicht wußte.

Jetzt kommts, die Antwort des Psychologen:

Sie sind schwer Depressiv!!!! Kurz vorm BurnOut!!!

Das hört sich schlimm an und dennoch war es für mich die Befreiung von allem. Ich durfte sein. Denn ich sagte ja immer im Scherz. Ohje wenn die alle Depressiv sind, was bin dann ich. Ach und Burnout bekomme ich nicht. Ach und was mir noch so einfiel. Alles nur um weiter zu funktionieren und genau da liegt das Problem.

Wir leben nicht, wir fühlen nicht, wir funktionieren.

Nachdem ich nun die Diagnose hatte, bin ich durch den Medikamententest gegangen um festzustellen, das sich gerne eweiter ich sein möchte und nicht ein etwas auf der Couch. Letztenendes bin ich zur Homöopathie gekommen. Doch dies ist nicht die „Lösung“. Dies ist nur ein Hilfmittel um zb. besser zu schlafen.

Das Hilfmittel für mich sind Gespräche über das innere Kind. Das erkennen, dass da eines ist und vor allem es anzuerkennen und es lieb zu haben wie es ist. Denn damit erkennen wir uns selber an.

Ich habe gut reden was?

Stimmt gut gesagt ist super, doch wie funktioniert das jetzt eigentlich in der Praxis?

Genau das ist der Punkt warum ich diesen Bog angefangen habe. Ich möchte meine Höhen und Tiefen mit dir teilen. Meine Erkenntnisse, meine Anwendungen, die Bücher die ich lese und über die Gespräche die ich führe berichten.

Vielleicht hilft es dir, vielleicht auch nicht, das kann ich jetzt nicht sagen. Ich würde es mir wünschen.

Deine Susanne

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